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09. 10. 2009 17:10 Uhr

Rudolf-Diesel-Schule in Erfurt entwickelt Ideen für ein nachhaltiges Europa

Erfurt, 9. Oktober 2009 - Im Rahmen der Initiative Jugend denkt Europa haben Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Diesel-Schule vier Tage lang innovative Ideen für die europäische Energieversorgung von morgen entwickelt. Heute stellten die Jugendlichen die Ergebnisse des Workshops vor Lehrern, Eltern und Projektpaten vor.

"Die Europapolitik sollte viel mehr Geld in die Forschung und Entwicklung erneuerbare Energien investieren" - so die einstimmige Forderung der Schülerinnen und Schüler der Rudolf-Diesel-Schule an die europäische Energiepolitik. In einem Innovationsspiel der Initiative Jugend denkt Europa haben die Jugendlichen in fiktiven Parteien Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung in Europa entwickelt: Die "Europäische Wirtschaftspartei" legt ihren Schwerpunkt auf die Finanzierung von erneuerbaren Energien. Dies könne allerdings nur erreicht werden, wenn auch die Atomkraftwerke länger am Netz blieben. "Für ein grünes Europa" lautet hingegen das Motto der "Umweltbewussten Europäischen Partei". Die Mitglieder der Partei verlangen den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie und autofreie, grüne Innenstädte. Auch die Bildungspolitik lag den Schülerinnen und Schülern am Herzen: Spätestens ab der achten Klasse sollten energiepolitische Themen in den Lehrplan aufgenommen werden - so die Forderungen der "Europäischen Sozialen Union".

Prominente Unterstützung erhielten sie dabei von der "echten" Politik: Zu der heutigen Ergebnispräsentation waren die Europaabgeordneten Ska Keller (MdEP, Bündnis 90/ Die Grünen) und Gabriele Zimmer (MdEP, die Linke) zu Gast und diskutierten gemeinsam mit den Jugendlichen ihre Visionen.


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Jugend denkt Europa ist ein Projekt der Robert Bosch Stiftung, realisiert durch IFOK. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten am europäischen Dialog zu beteiligen und ihnen eine Möglichkeit zu geben ihre Vision für Europa zu gestalten. In der Pilotphase 2008 haben bereits über 700 Jugendliche mitgemacht - aus Tschechien und Slowenien, aus Estland, Dänemark und Deutschland sowie aus Großbritannien und Spanien.

Kernstück von Jugend denkt Europa sind die Innovationsspiele, bei denen die Jugendlichen Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft entwickeln. Projektpaten und Experten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützen die Schülerinnen und Schüler während der viertägigen Workshops. Die Jugendlichen gründen im Rahmen des Innovationsspiels fiktive Parteien und entwickeln ein eigenes Wahlprogramm. Abschluss ist eine fiktive Parlamentsdebatte, in der die Jugendlichen ihr Konzept verteidigen. Die besten Ideen aus den Innovationsspielen fließen in einen gemeinsamen Aktionsplan "New Energy for Europe" ein, der an die schwedische und spanische Ratspräsidentschaft übergeben wird.

Weitere Informationen unter www.jugend-denkt-europa.eu