Press Releases

22. 01. 2010 16:04 Uhr

Gymnasium am Wirteltor in Düren entwickelt Ideen für ein nachhaltiges Europa

Düren, 22. Januar 2010 – Im Rahmen der Initiative Jugend denkt Europa haben Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Wirteltor in Düren vier Tage lang innovative Ideen für die europäische Energieversorgung von morgen entwickelt. Heute stellten die Jugendlichen die Ergebnisse des Workshops in Form einer fiktiven Parlamentsdebatte vor Lehrern, Eltern und Projektpaten vor.

„Wirtschaft und erneuerbare Energien dürfen sich nicht mehr ausschließen“, betont die Soziale Partei Europas (SPE). Die Partei, die sich als realistisch, sozial und menschennah beschreibt, will erneuerbare Energien langsam in den Markt integrieren und erhofft sich dadurch stärkeren Wettbewerb, günstigere Preise und mehr Arbeitsplätze. Die SPE ist eine von drei fiktiven Parteien, die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Wirteltor in Düren in dieser Woche gegründet haben. Im Rahmen eines Innovationsspiels der Initiative Jugend denkt Europa entwickelten sie Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung in Europa.

Die Partei „Realisten für Europa“ verfolgt bei der Durchsetzung erneuerbarerer Energien die drei Ziele Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit. Der Klimawandel dürfe nicht ignoriert werden, es sei aber mehr Realismus in den Energiekonzepten nötig, fordert die Partei. Das heißt: überlegte Investitionen und ein langsamer Umstieg auf umweltverträgliche Energien. Bis 2040 plant die Partei ASRD, die „Alliance of Sustainable Responsibility and Development“. Ihr Konzept basiert auf den drei Zahlen 40-40-40: 2040 soll der Anteil erneuerbarer Energien in Europa 40 Prozent betragen. Außerdem sollen bis dahin die CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Dieses große Ziel will die Partei mit kleinen Schritten und Einsparungen erreichen, darunter mit verstärkter Kontrolle und erhöhten Preisen beim Emissionshandel, gekürzten Diäten für Politiker, strikteren Regeln für Billigflüge und ein Tempolimit auf Autobahnen.

Prominente Unterstützung erhielten die Jugendlichen dabei von der „echten“ Politik: Zu der heutigen Ergebnispräsentation waren Sabine Verheyen (CDU), Mitglied des Europäischen Parlaments und Peter Alberts, Assistent von Sven Giegold, MdEP (Die Grünen) zu Gast und diskutierten gemeinsam mit den Jugendlichen ihre Visionen.

_____________________________________________

Jugend denkt Europa ist ein Projekt der Robert Bosch Stiftung, realisiert von IFOK. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten am europäischen Dialog zu beteiligen und ihnen eine Möglichkeit zu geben ihre Vision für Europa zu gestalten. In der Pilotphase 2008 haben bereits über 700 Jugendliche mitgemacht – aus Tschechien und Slowenien, aus Estland, Dänemark und Deutschland sowie aus Großbritannien und Spanien.

Kernstück von Jugend denkt Europa sind die Innovationsspiele, bei denen die Jugendlichen Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft entwickeln. Projektpaten und Experten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützen die Schülerinnen und Schüler während der viertägigen Workshops. Die Jugendlichen gründen im Rahmen des Innovationsspiels fiktive Parteien und entwickeln ein eigenes Wahlprogramm. Abschluss ist eine fiktive Parlamentsdebatte, in der die Jugendlichen ihr Konzept verteidigen. Die besten Ideen aus den Innovationsspielen fließen in einen gemeinsamen Aktionsplan „New Energy for Europe“ ein, der an die schwedische und spanische Ratspräsidentschaft übergeben wird.

Weitere Informationen unter www.jugend-denkt-europa.eu