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Merkur Akademie International in Karlsruhe entwickelt Ideen für ein nachhaltiges Europa
Karlsruhe, 15. Januar 2010 – Im Rahmen der Initiative Jugend denkt Europa haben Schülerinnen und Schüler der Merkur Akademie International vier Tage lang innovative Ideen für die europäische Energieversorgung von morgen entwickelt. Heute stellten die Jugendlichen die Ergebnisse des Workshops in Form einer fiktiven Parlamentsdebatte vor Lehrern, Eltern und Projektpaten vor.
„Europa muss stärker auf Erneuerbaren Energien setzen – nur so lässt sich unsere Umwelt noch retten“, fassen die Schülerinnen und Schüler der Merkur Akademie International ihre zentrale Forderung an die europäische Energiepolitik zusammen. In einem Innovationsspiel der Initiative Jugend denkt Europa haben die Jugendlichen fiktive Parteien gegründet und Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung in Europa entwickelt. Die „NESA-Partei (Nature Enviroment Social Aspects)“ beispielsweise will durch deutliche Preisrabatte den Absatz energiesparender Produkte fördern und neue Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energien schaffen. Außerdem im Fokus der Jugendlichen: die internationale Umweltpolitik. Hier wollen sie insbesondere China dazu ermutigen, Kunststoffabfälle nicht zu verbrennen, sondern umweltfreundlich zu recyceln.
Die „SME-Partei (Small Mediumsized Enterprises)“ hat speziell den europäischen Mittelstand als Zielgruppe im Fokus. Ihre Mitglieder setzen sich für eine stärkere Förderung von Umwelttechnologien ein, da hier vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen in Europa stark seien. Außerdem wollen sie den Spitzensteuersatz für die Wirtschaft senken, die dadurch entstehende Finanzlücke soll durch den Abbau von Subventionen kompensiert werden.
Kohlekraftwerke sollen aufgrund ihres hohen CO2-Austoßes schnellstmöglich vom Netz genommen werden – so die zentrale Forderung der „Europäischen Umweltpartei“. Als große Umweltverschmutzer sollen sie zunehmend durch Solar- und Windenergie ersetzt und nach ein paar Jahren völlig vom Netz genommen werden.
Prominente Unterstützung bei Ihren Diskussionen erhielten die Jugendlichen von der „echten“ Politik: Zu der heutigen Ergebnispräsentation waren die Mitglieder des Landtages Baden-Württemberg Gisela Splett (Die Grünen) sowie Joachim Kößler (CDU), MdL und Bundesbankdirektor bei der Filiale Karlsruhe der Deutschen Bundesbank, zu Gast und diskutierten gemeinsam mit den Jugendlichen ihre Visionen.
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Jugend denkt Europa ist ein Projekt der Robert Bosch Stiftung, realisiert von IFOK. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten am europäischen Dialog zu beteiligen und ihnen eine Möglichkeit zu geben ihre Vision für Europa zu gestalten. In der Pilotphase 2008 haben bereits über 700 Jugendliche mitgemacht – aus Tschechien und Slowenien, aus Estland, Dänemark und Deutschland sowie aus Großbritannien und Spanien.
Kernstück von Jugend denkt Europa sind die Innovationsspiele, bei denen die Jugendlichen Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft entwickeln. Projektpaten und Experten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützen die Schülerinnen und Schüler während der viertägigen Workshops. Die Jugendlichen gründen im Rahmen des Innovationsspiels fiktive Parteien und entwickeln ein eigenes Wahlprogramm. Abschluss ist eine fiktive Parlamentsdebatte, in der die Jugendlichen ihr Konzept verteidigen. Die besten Ideen aus den Innovationsspielen fließen in einen gemeinsamen Aktionsplan „New Energy for Europe“ ein, der an die schwedische und spanische Ratspräsidentschaft übergeben wird.
Weitere Informationen unter www.jugend-denkt-europa.eu